25.09.2017 Matsuyama

Heute war Inselhopping angesagt. Dazu ging es erstmal 30 Minuten lang mit der Straßenbahn quer durch Hiroshima zum Hafen. Für die Überfahrt zur Insel Shikoku leisteten wir uns dann den Luxus, mit einer Super-Jet Fähre zu fahren, was eine Zeitersparnis von 90 Minuten bedeutete. Glücklicherweise gab es auch gerade ein Aktion für ausländische Touristen, so dass wir nur den halben Fahrpreis bezahlen mussten. Die Fahrt war sehr angenehm, da man in bequemen Sitzen Platz nehmen durfte, richtig Beinfreiheit hatte und natürlich draußen die schöne Natur beobachten konnte.
Shikoku ist die kleinste der 4 Hauptinseln Japans. Bekannt ist die Insel für einen Shikoku-Pilgerweg, bei dem man 88 Tempel besucht. Gut, für 88 Tempel hatten wir keine Zeit, aber einem Tempel wollten wir schon einen Besuch abstatten. Deshalb ging es nach der Ankunft auf der Insel mit einem Nahverkehrszug vom Hafen in die Stadt Matsuyama rein. Mit einer Straßenbahn ging es dann in den Ortsteil Dōgo-Onsen. Auf dem Weg zum Ishite-ji Tempel, dem 51. Tempel auf dem Shikoku-Pilgerweg, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Isaniwa Jinja Schrein. Interessant an dem Schrein war eine Kolonade (erinnerte an den Remtergang im Magdeburger Dom), durch die man um den Schrein herum gehen kann.
Danach ging es weiter zum Ishite-ji Tempel. Der Tempel soll bereits im Jahr 728 auf Wunsch eines Kaisers gebaut worden sein. Er besteht aus 7 verschiedenen Gebäuden, so wie es bei einem buddhistischen Tempel im japanischen Stil üblich ist. Für mich das interessanteste Gebäude war natürlich die 3-stöckige Pagode. Nach dem Rundgang gab es den gewünschten Eintrag in die Tempelbücher.
Zurück ging es zur Dōgo-Onsen-Station. Hier mussten wir zumindestens von außen noch einen Blick auf eines der ältesten Onsen-Bäder von Japan werfen. Es ist ein wirklich sehr schönes altes Haus, so wie man es sich aus dem alten Japan vorstellt.
Danach ging es durch eine Parkanlage, aus der man einen Blick auf das Schloss von Matsuyama werfen konnte. Wiedermal scheiterte ein Besuch des Schloßes am Zeitmangel. Wir mussten langsam zurück zum Bahnhof. Dort retteten die Kenntnisse der japansichen Sprache von den Kindern unsere Rückfahrt. Eigentlich wollten wir nur sicher gehen, dass wir uns die richtige Fahrkarte für den Zug am Automaten holen und befragten dazu einen Bediensteten der Bahn. Aber der fragte nur, ob wir noch heute eine Fähre benutzten wollten. Auf die Antwort ja hin wurde er ein bischen aufgeregt. Der eigentlich gleich abfahrende Zug fährt nicht, sagte er uns, weil auf der Strecke ein Zug wegen technischen Problemen liegen gblieben ist. Und er wisse nicht, wann die Strecke wieder frei ist. Oh je, guter Rat war teuer. Einzige Lösung war mal wieder eine Taxifahrt. Wir kamen nach nach einer Fahrt durch die Rush Hour von Matsuyama aber pünktlich am Hafen an, da der Taxifahrer sich nicht immer an die zugelassenen Geschwindigkeiten gehalten hat. Uns war es nur Recht.
Von hier aus ging es dann wieder mit dem Super-Jet zurück nach Hiroshima. Bei Fleisch, Fisch und frischen Getränken ließen wir den Abend ausklingen.

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