Sendai – 28.12.2016

Nach intensiver Beratung bei einer Tasse Kaffee entschlossen wir uns, heute in Sendai zu bleiben. Wir folgten dem zweiten Vorschlag meines Twitter-Freundes und besuchten das Umino-mori Aquarium. Das Museum ist noch nicht sehr lange in Sendai, es wurde im Juli 2015 eröffnet. Mit der JR Senseki Line ging es von Sendai Station bis Nakanosakae. Von dort aus brachte uns ein Shuttlebus zum Aquarium.

Im Meeresaquarium wurde uns die Vielfalt der Meereswelt gezeigt. Meeresbewohner – von ganz klein bis riesig, einfarbig bis bunt leuchtend, zahm bis bösartig, langsam bis sehr schnell, alles war vertreten. Einen Hammerhai aus der Nähe zu sehen oder Induvidien, die wie ein Grashalm aus dem Boden rauskamen, das war sehr interessant. Eine Show mit Delfinen rundete den Besuch ab. Ruck zuck waren drei Stunden um und wir überlegten, ob Fisch heute Abend das Richtige auf der Speisekarte wäre. Aber das schloss die weitere Planung von vornherein für den Tag aus.

Nach einer kurzen Stippvisite in der Stadt ging es nach Sendai-Izumi in Richtung Fussballstadion. Leider ist in Japan bis März Pause, so dass es kein Spiel zu sehen gab. Deshalb gingen wir einen leicht anderen Weg in das Okonomiyaki-Restaurant, in dem wir bereits einmal waren. Diesmal waren wir mit einigen Fussball-Freunden verabredet, die auch große FCM-Sympathisanten sind. Wir sind alle Mitglieder des Fanclubs “Blauer Vegatta”. Es wurde ein lustiger und unterhaltsamer Abend. Für die japanischen Freunde gab es noch kleine Präsente vom Weihnachtsmann. Der FCM hatte Poster und Autogrammkarten zur Verfügung gestellt. Der Hinweis, dass bei Beck extra kein Autogramm drauf ist, damit es nicht kopiert und auf einen Vertrag für Vegalta kommen kann, belustigte alle. Auch wir hatten für alle Andenken vom Club und etwas Süßes dabei. Bei einigen Bier und etlichen Okonomiyaki verging die Zeit wie im Fluge. Plötzlich vibrierte der Boden unter uns. Wir saßen japantypisch auf dem Fußboden und alle dachten nur “ach ein Erdbeben”. Nur wir beiden Touris schauten uns leicht erschrocken an. Im Bebenzentrum hatte das Beben ja “nur” eine leichte 6 in der Stärke.

Mit dem Abpfiff im Restaurant kam dann noch ein weiterer Freund vorbei, noch in Arbeitskleidung, um wenigstens “Hallo” zu sagen. Es ist schon eine verschworene Truppe!

 

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