Hurra, die Rodensleber sind da! 

Zwei vom Dorfe gingen auf  eine Reise in die weite Welt. Und sie kamen inklusive Gepäck in Sendai an.

Die Reise verlief recht unspektakulär. Mit dem Auto ging es nach Berlin zu unserem Stammparkhaus. Vom befürchteten Chaos mit dem Berufsverkehr wurden wir verschont, so dass unsere Ankunft viel zu früh war. Bei der Kontrolle am Flughafen fielen wir erstmal negativ auf, da sich in der Laptop-Tasche ein Stift zur Bedienung des Laptops befand. Da dieser Stift mit Batterie betrieben wird, hatte die Beamtin ein Problem beim Durchleuchten des Gepäcks. Nach dem Vorzeigen des Stifts und einer strengen Belehrung, durften wir aber doch noch die Reise antreten. Es ging mit einem Flieger von Air Berlin von Tegel nach Helsinki. Beim Buchen des Fluges ist das mir leider nicht aufgefallen. Wir hätten es auch nicht ändern können, da es nur noch wenige freie, kostengünstige Flüge gab. Ist in meinen Augen ist das halt eine Billigairline. Service gleich Null, dementsprechend gab es nicht mal einen kostenlosen Schluck zu Trinken. In Helsinki mussten wir dann 5 Stunden überbrücken, was uns aber recht gut gelang. Nach einer leichten Stärkung hörten wir uns jeder zwei Folgen Podcast  über den großen FCM an. Unser Dank gilt Guido vom Stehblock des MDR und Alex von nurderFCM für eine kurzweilige Unterhaltung! Um 17:20 Uhr Ortszeit ging es dann mit einem Flieger von Finnair weiter nach Nagoya. Mal abgesehen vom Unterhaltungsprogramm im TV, es waren nicht die neuesten Filme, war der Flug ganz angenehm. Im Gegensatz zum Dreamliner,  mit dem wir im Sommer geflogen waren, war die Geräuschkulisse in diesem Flugzeug ganz schön laut. Da merkt man doch den Fortschritt bzw. hier, dass es sich um eine Maschine älteren Baujahres handelte. 

In Nagoya gelandet erhielten wir allen Unkenrufen zum Trotz alle unsere Koffer und kamen ohne Probleme durch die Kontrollen. Jetzt hieß es, die Abholstation für unser Wifi-Pocket (Bauteil, um immer im Netz in Japan zu sein) zu finden. Yamato sollte der Laden heißen, den wir finden mussten. Wir schauten uns auf dem Gang um. Ah, da am Ende des Ganges ist der Laden,  dachte ich, ohne auf die Etage zu achten, in der wir uns befanden.  Also hin und unser Anliegen in gebrochenem Englisch vorgebracht. Verdutzte Gesichter schauten uns an. Lieber erst mal den Chef fragen,  dachten sie sich. Der nahm sich das Schreiben und sagte “kleinen Moment” und verschwand in einer anderen Etage. Zurück kam er mit einem Umschlag, in dem unser Teil enthalten war. Service ala Japan – danke dem Herrn von Yamato! Weiter ging es mit einem Vorortzug zur Station in Nagoya. Dort trafen wir auf viele Menschen. Es hatte uns leider keiner verraten,  dass Feiertag in Japan war, weil der Kaiser seinen 83. Geburtstag hatte. Und da schienen sie alle mit dem Zug unterwegs zu sein.  Nachdem wir den Schalter endlich gefunden hatten, bekamen wir ohne Probleme unsere Pässe für die Eisenbahn. Danach mussten wir uns aber 20 min anstellen,  um die erforderlichen Sitzplatzkarten für die Fahrt nach Sendai zu bekommen. Im schicken Shinkansen kamen wir dann endlich zur Ruhe. Das Wetter meinte es gut mit uns und wir hatten einen tollen Blick auf den Fuji. Auch das erste Essen in Form einer Bentobox ließen wir uns schmecken. In Tokyo mussten wir umsteigen. Also mit 5 Taschen Gepäck raus aus dem Zug, Bahnsteig runter, immer von vielen Menschen umgeben zum nächsten Bahnsteig gerannt, dabei Fahrkartenkontrolle mitgemacht und Rauf zum nächsten Bahnsteig.  Die Umsteigezeit betrug nur 10 min, worauf mich der Verkäufer dreimal hingewiesen hatte. Aber wir haben es natürlich geschafft. Und dann passierte was Unerhörliches, was meinen Glauben an Japan zutiefst erschütterte: der Zug kam mit 15 Minuten Verspätung in Sendai an. Unglaublich – aber warum soll nicht auch hier mal sowas passieren. Wir beide vom Dorfe haben es geschafft, in Sendai zu landen. Unser Empfangskomitee stand bereit und weiter ging es zum Hotel. Aber mittlerweile ist Sendai einem so vertraut, da findet man sich gut zurecht. 

Am Abend ging es zum Füsse vertreten zum Pageant of Starlight,  einem Lichterfest, wo eine Weihnachtsparade stattfand. Weihnachten als Volksfest hat was! Viele Musikgruppen und Cheerleader marschierten unter den beleuchteten Bäumen entlang und sorgten für Stimmung und Fröhlichkeit bei den vielen Zuschauern. 

Ein gutes Abendbrot ließ den Anreisetag ausklingen. Da ich nur eine Stunde während der ganzen Reise geschlafen hatte, musste ich mich anstrengen, beim Abendbrot nicht einzuschlafen. Zwei-, dreimal klappten die Augen doch zu, so dass es relativ schnell ins Hotel zurück ging. Endlich im Bett, musste ich mich nur einmal zur Seite drehen und schon war ich eingeschlafen.

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