Tag 04 – Yamadera

Und wieder gab es eine Änderung des Reiseplanes. Statt nach Hachinohe ging es zum Tempel Risshakuji in Yamadera. Das Wetter spielte mal wieder nicht mit. Zu spüren bekamen wir es auch bei der Anreise. Der Zug stand 1 Stunde auf einem Haltepunkt rum, weil die Strecke gesperrt war wegen eines Schadens an der Strecke.

In Yamadera angekommen, atmeten wir erstmal durch, weil der Regen aufgehört hatte und es hier auch nicht so nebelig wie unterweg war. Der buddhistische Tempel Risshakuji wird im Volksmund Yamadera genannt, was soviel wie Bergtempel heißt. Bergtempel? Na klar, er liegt oben auf dem Berg. Es galt, 1.000 Stufen zu besteigen, um bis zum letzten Gebäude der Tempelanlage zu kommen. Die freundlichen und aufmunternden Worte der vielen Japaner, die uns auf dem Weg begegnet sind, trieben einen an, immer weiter hoch zu gehen. Man wollte sich ja nicht vor den um einiges älteren Japanern blamieren. Der Aufstieg lohnt sich aber auf jeden Fall. Es geht durch einen wunderschönen Wald, vorbei an vielen Statuen und Steinlaternen. Die Auswahl der am Wegesrand stehenden Blumen, Büschen und Bäumen ist sehr vielseitig. Die zur Tempelanlage gehörenden Gebäude lohnen genauso den Aufstieg, wie der grandiose Ausblick von oben ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berghänge.

Auch wenn es für uns der zweite Aufstieg war, im Herbst 2010 waren wir schon mal oben, gefiel es uns wieder genauso gut wie damals und wie es den heutigen Erstbesteigern gefiel, die dabei waren.

Zur Belohnung für die “Strapazen” ging es nach kurzer Fahrt dann in eine Onsen. Onsen, dass ist ein Ort mit Hotels, die über ein von natürlichen heißen Quellen gespeistes Bad – für Männer und Frauen getrennt – verfügen. Das Becken befindet sich oft im Freien. Generell sind Onsen in Japan ein Ort der Entspannung. Und das brauchten wir auch.

Unsere Onsen befand sich in Sakunami. Ein gelber Shuttle Bus brachte uns von der JR Station aus hin. Bekleidet mit Yukata und Pantoffeln sowie bewaffnet mit einem Handtuch ging es zum “heißen” Vergnügen. Nach gründlicher Wäsche, Seife und Shampoo werden gestellt, ging es in das Becken im Freien. Bei einer Wassertemperatur von 43-45 Grad, aus der Quelle kommend sollen es sogar 47 Grad sein, konnte man sich richtg ausschwitzen. Nach einer knappen Stunde gaben wir Männer auf und ruhten uns noch ein wenig aus. Aber die Frauen hielten es auch nicht viel länger aus.

In Sendai zurück, ging es in ein Spezialitäten-Restaurant, wo Delikatessen aus der Region Akita angeboten werden. Bei einem wunderbar schmeckenden Nabe-Topf ließen wir es uns gut gehen.

 

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